Sonntag, 26. Februar 2017

Cachetipp: Zwei Old-school-Wanderrunden und ein skandinavisches Déjà-vu auf dem Albuch

Mein Blog ist ja schon seit längerem wieder unter der »magischen 10.000er-Zugriffszahl« (oder so ähnlich...) - Aus gutem Grund: Das Cachefieber hat stellenweise arg nachgelassen und auch die Mindesstandards von in den letzten Jahren veröffentlichten Dosen lassen doch manchmal stark zu wünschen übrig. Unterm Strich macht das Homezone-Cachen heutzutage weniger Spaß als noch in meinen Anfangsjahren um 2010 rum. Aber das nur am Rande.

Hier gibt es jetzt mal wieder was Nützliches zu lesen. Und da die letzte Empfehlung hier schon eine Weile her ist, werde ich hier gleich über zwei tolle und empfehlenswerte Caches berichten. Das ist auch gar kein Problem, lassen sich beide Caches doch in die selbe Cachekategorie einordnen und wurden vom selben Owner gelegt. Und zu aller Überraschung liegen sie auch noch in ein und derselben Gegend.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich war neulich mal wieder auf dem Albuch unterwegs und hatte dort mit den beiden Wanderrunden Berge, Bäche und eine Ruine (Reloaded) und Weiherwiesen einen richtig schönen Cachetag.

Die erste Runde - Berge, Bäche und eine Ruine (Reloaded) - ist die recycelte Neuaufmachung eines inzwischen archivierten Vorgängers und führt auf ca. 12 km (Ich habe mal wieder nicht mitgetrackt) mit ein paar unbedeutenden Höhenmetern über herrliche Aussichtspunkte, verschlungene Waldpfade, wilde Wasserläufe zu einem sehenswerten Finale - Der Name ist also Programm. Für unterwegs werden eine handvoll Tradis, die nicht immer direkt am Weg liegen (aber einen kleinen Abstecher wert sind), empfohlen, die das Konzept mit den Ablesestages und einer Suchstage adäquat abrunden. Für mich eine ideale Ostalb-Runde, die mich an viele neue unentdeckte Punkte führte, aber auch mal wieder an Klassiker wie die Remsquelle. Ergo: sehr zu empfehlen, gerade wenn man in der Gegend noch nicht so häufig unterwegs war.

Die zweite Runde - Weiherwiesen - ist ebenfalls ein Wandermulti durch eine herrliche Gegend auf der Ostalb. Allerdings landschaftstechnisch eine ganz andere Thematik. Diese Runde führt durch das sehenswerte Naturschutzgebiet Weiherwiesen. Landschaftlich eine Top-Location, ist zudem als einziges Feuchtgebiet dieser Art zwischen Neckar und Donau von geologischer Besonderheit und erinnert stellenweise an Landschaften, wie ich sie aus Skandinavien kenne. Die Ablesestationen, die vom Wanderparkplatz bei Irmannsweiler in einem herrlichen ca. 7 km langem Rundkurs durch das Gebiet und wieder zurück führen, sind in Anbetracht der Naturkulisse oftmals nur nebensächlich und als Wegweiser zu verstehen. Inzwischen gibt es dort nun auch eins, zwei Beifanggelegenheiten sowie einen Earthcache, der noch mal genauer über die Besonderheiten dieser Landschaft informiert. Unterm Strich ein richtiger Genusscache, den ich jedem Wandermultifreund ans Herz legen möchte.

Zum Schluss natürlich noch ein paar Bilder:

Berge, Bäche und eine Ruine (Reloaded)
Ein Abstecher zu GC5FNPR lohnt allemal.
BellaVista - Der Blick ins Remstal (GC5G6GN)
Bäche gibt's auf der Runde natürlich auch genügend.
Weiherwiesen
Heideland
Der „kleinere“ Weiher
Skandinavien? Nein, Ostalb.
#hach

Sonntag, 8. Januar 2017

GEO: The Game - Das perfekte Spiel für zwischendurch

Kalte und trostlose Wintertage? Ist das Suchen von Geocaches in der Natur nur noch nervend und zeitaufwändig? Seit Wochen nur DNFs? Dann ist »GEO: The Game« genau dein Spiel!

Hier kann die Statistiktorte mal so richtig auf Vordermann gebracht werden. Ob es nun ein netter kleiner Dosen-Trail durch den eigenen Vorgarten oder der spannende Abseilcache im Hochgebirge sein soll, kann hier frei gewählt werden. Und wer sich die Mystery-Koordinaten aus der Final-Datenbank stibitzt, bekommt Extrapunkte!

Muss man hierzu einer Geocacher sein und gar das Haus verlassen? Nein, das Ganze geht jetzt auch in diesem neuen Computerspiel.

GEO: The Game ist ein von der Realität inspiriertes Punktesammel-Spiel und überzeugt mit seiner gestochen scharfen Grafik und den detailgetreuen Abläufen noch so jeden Kritiker. Entdecke auch du das neue Geocaching!



GEO: The Game




Jetzt nicht im Welzheimer-Wald-Fanshop

Samstag, 29. August 2015

Geocaching und der Klett-Verlag: Das »Project ALEXANDER«

Bei meiner Urlaubsrunde durch den Kaiserstuhl - die sonnenverwöhnte Vulkanregion im Breisgau - bin ich auf einen äußerst historischen Cache mit einer interessanten Geschichte gestoßen: Den Alexander Cache - Vogtsburg.
Das sogenannte Alexander-Geocaching war ein vom Klett-Verlag betriebenes Projekt, bei dem versucht wurde, Erdkundelehrer mit ihren Schulklassen mittels in den verlagseigenen Schulbuch-Atlanten verzeichneten Geocache-Verstecken raus in die Landschaft zu führen.
Eigentlich ganz nett, nur kam dieses Projekt nicht so richtig an; und so schlummerten die meisten Dosen ungefunden im Wald herum, ehe der Klett-Verlag das Projekt einstellte.
Die Dosen wurden allerdings nicht ordnungsgemäß aufgeräumt; und so kam es, dass die Caches entweder von Geocachern entsorgt oder adoptiert wurden.

Gesponserte Caches? Ein Verlag lockt zum Suchen von eigens versteckten Artefakten? Ein eingestelltes Geocaching-Projekt? Da war doch mal was...
Zugegeben, dieser Vergleich ist etwas großzügig, aber ich sehe da schon einige Parallelen zu den legendären Affencaches.

Aussicht vom Neunlindenturm.
Jedenfalls habe ich eines dieser Relikte aufgespürt. In meinem Fall sogar noch die Dose mit FTF-Logbuch und originaler Klett-Stashnote. Zudem war sie eigentlich auch ganz nett versteckt: Auf dem Gipfel des 556,6 Meter hohen Totenkopfs, dem höchsten Berg des Kaiserstuhls, ganz in der Nähe des berühmten Sendemasten.

So, nun hoffe ich, mit meinem Bericht über dieses fast vergessene Stückchen Geocaching-Geschichte was interessantes erzählt zu haben. Gut möglich, dass an den aufgelisteten Orten noch das ein oder andere verschollene Döschen schlummert.

Wie wäre es mit einer kleinen Cachetour? Das wäre dann eine Art Pseudo-APE-Cache in Deutschland . Sowas hat doch Schatzsuche-Charakter...

Montag, 25. Mai 2015

Katastrophe: Kaisersbach unter Filmdosenflut verschwunden

Kaisersbach. (gcr) Unglaublich. Vergangene Nacht ist der Erholungsort Kaisersbach (Rems-Murr-Kreis) unter einer meterhohen Schicht Filmdosen verschwunden.
Kaum zu fassen: Das Ausmaß
der Filmdosenflut
Wie ein Sprecher der örtlichen freiwilligen Feuerwehr meldete, sei die Ursache für diese Katastrophe noch unbekannt. Die kleinen Plastikdöschen, die früher zur sicheren Verwahrung von Filmrollen benutzt wurden, seien alle mit Papierstreifen gefüllt. »Es sind Milliarden! Eine Katastrophe für unsere Gemeinde.«, so Bürgermeisterin Müller zur Sachlage.
Das Ausmaß der Katastrophe wird erst allmählich fassbar: Wie Luftbilder bestätigten, sei der komplette Ort vollständig im Plastikmüll versunken. Lediglich der Wasserturm und die Kirche schauen noch heraus.
»Das hatten wir noch nie, dass eine Ortschaft in Plastikdosen versinkt, die mit Zetteln gefüllt sind, auf denen 'Datum' und 'Uhrzeit' steht.«, so Köngeter, der Katastrophenschutzbeauftragte des Landkreises. »Ist das ein Vorbote für ein baldiges Armageddon? Oder eine Alien-Invasion?«

Ebenso verwunderlich ist, dass sich das Gemeindegebiet Kaisersbachs nur wenige Stunden nach bekanntwerden der Filmdosenflut bereits mit dutzenden, sich seltsam verhaltenden Personen gefüllt hat, die alle auf ein kleines Navigationsgerät starren und sich mit seltsamen Namen und rätselhaften Buchstaben-Zahlen-Kombinationen in die Papierrollen der Filmdosen eintragen. Die einheitlichen Aufkleber auf ihren Fahrzeugen, die sich nur durch einen kryptischen, sechsstelligen Nummernzusatz unterscheiden, deuten auf eine gemeinsame Zugehörigkeit zu einer mysteriösen Sekte hin. Auf Nachfrage unserer Redaktion stellte sich heraus, dass diese Personen der Filmdosenjüngerschaft Geocatching angehören. Die Kaisersbacher Filmdosen seien seit heute eine Art heiliger Wallfahrtsort.

Kaisersbach - vom Erholungsort zur Wallfahrtstätte für Filmdosenjünger?
Kartenausschnitt der Filmdosenjünger-Plattform "geocaching.com"


Derweil sind die Räumarbeiten in vollem Gange. Jeder verfügbare fahrbare Untersatz leistet seinen Einsatz, den Plastikmüll aus dem Ort zu schaffen. Auf Anfrage, wohin, meldete uns ein Sprecher des Rathauses, von der Stadt Murrhardt ein Angebot bekommen zu haben, die Filmdosen in den dortigen Wäldern kostenfrei entsorgen zu können.

Quellen: leo-bw.de, geocaching.com

Samstag, 23. Mai 2015

Statistik-Auswertung: Funde je Gaugrafschaft im Herzogtum Schwaben

Ich habe mich in diesem Blog ja wenig mit langweiligem Statistikgedöns interessanten Fundbilanzen beschäftigt. Heute soll das mal anders sein1.
Auf hiesigen Geocaching-Blogs liest man ja immer wieder Sachen wie »D/T-81-Matrix gefüllt«, »365 days a cache - Das Jahr ist voll!« oder »Landkreis-Tour: Sachsen-Anhalt eingefärbt«. Genau diesem Trend möchte ich mich hier anschließen.

Die Auswertung »Funde je Gaugrafschaft im Herzogtum Schwaben« soll euch eine Übersicht über alle "becachten" Gaugrafschaften in Schwaben2 zeigen.
Lage Schwabens im
Heiligen Römischen Reich
Das staufische Herzogtum Schwaben liegt zwischen Lothringen und Baiern und umfasst die schwäbisch-alemannischen Siedlungsgebiete zwischen den Vogesen im Westen und dem Lech im Osten.

Die Gaugrafschaften Schwabens, welche geographisch nicht mehr genau fassbar sind, sind heute noch, vor allem als touristisch interessante Regionen, bekannt. Allgäu, Breisgau und Baar könnte jeder schonmal gehört haben.

Und nun kommen wir zum Thema: Meine Funde je Gaugrafschaft in Schwaben:

Funde im Herzogtum Schwaben
»Becachte« Gaue sind jeweils orange Eingefärbt. Zusätzlich sind noch die jeweiligen Cacheschwerpunkte eingezeichnet (Smiley). Logisch, dass meine niederschwäbische Heimat etwas Stärker vertreten ist. Deshalb stechen auch die einzelnen Cachetouren in den Hochschwarzwald, an den Bodensee oder an die Donau heraus.

Schwaben in heutigen
Kreis- und Ländergrenzen.
Zur Auswertung: Über aktuelle Verwaltungsgrenzen war es möglich, eine Landkreiskarte Baden-Württembergs und Bayerisch-Schwabens über die alten Gaugrenzen zu legen und so die ungefähre Lage der Caches zu ermitteln. Tools wie GSAK und Project-GC.com halfen da nicht. Die Karten sind nicht hochgenau georeferenziert und die Positionen der Fund-Smileys deshalb nur ungefähr.

Und da unser Naturpark »Schwäbisch-Fränkischer Wald« heißt, wird nächstes mal das »Herzochdum Franggen« ausgewertet.

1) Ganz nach dem neuen Cacher-Mainstream: Statistik, Statistik und Sonntags mal ein Souvenir.
2) Das mittelalterliche Herzogtum Schwaben bestand ca. vom 10. bis zum 13. Jahrhundert und umfasst den schwäbisch-alemannischen Sprachraum, also große Teile Baden-Württembergs, Bayerisch-Schwabens, Vorarlberg, Liechtenstein, die deutschsprachige Schweiz und das Elsass.

Sonntag, 5. April 2015

Cachetipp: Ein Klassiker-Multi im Welzheimer Wald

Ich hätte da mal wieder einen kleinen Cachetipp für die Feiertage: Den Multi
Steinbachtal. Hier erwartet euch mal wieder richtig gutes Old-School-Naturcachen im Welzheimer Wald, wie man es vielleicht noch von Excali-Caches kennt.
Die Runde beginnt an dem Althütter Wanderparkplatz zwischen Schöllhütte und Ebni, wo es übrigens auch einen Grillplatz hat. Und dann geht es auch gleich los mit dem Programm: Der Weg führt vorbei an einem sehenswerten Sumpfwald, bis es dann - in guter alter Zauberwald-Manier - über ein kleines Holzbrückle geht - und man sich fortan auf einem wildromantischen Wurzelpfad befindet. So geht dass dann eine ganze Weile: Mal durchs Unterholz, ein Stück am Bach entlang, vorbei an alten Marksteinen und über Stock und Stein. Dabei vergisst man doch glatt die Zivilisation.
Bach und Pfad - wo hatten wir
das denn schonmal...?
Bis man dann an der schönen großen Dose (die übrigens mal überraschend prall gefüllt war!) angekommen ist, hatte man eine unvergessliche Zeit in diesem idyllischen kleinen und einsamen Tälchen - worauf wartet ihr also noch?

Mittwoch, 18. Juni 2014

Jux am Juxkopf

Ein Knaller, dieser Titel - oder?

In letzter Zeit scheint es ja so, dass ich nur noch über Cacheausflüge berichte - was ja auch irgendwie stimmt und was ich auch hiermit fortsetzten werde. Doch es muss schon etwas zusammenkommen (nein, kein Geld), damit ich über eine Dose berichte bzw. sie weiterempfehle.

Der Multi Nassacher Hoehe ist mal wieder so ein Kandidat, den ich mir nicht per Zufall ausgesucht hab.
Diese GC-technisch etwas ältere Wanderrunde führt über ein Hochplateau - die Nassacher Höhe - vorbei an Kornfeldern, Aussichtspunkten, Kuhweiden, Wäldern und dem legendären Juxkopfturm.
Der Juxkopfturm ist 22 Meter hoch
(24 m, wenn man die Fernsehantenne
mitzählt).
Natürlich kommt der Genusscacher hier nicht zu kurz, denn ein weiteres Plus ist, dass völlig auf Rechenarbeit, Petlingsuche und Zähl-die-Backsteine-an-der-Wand verzichtet wird, sodass man gleich durchstarten kann, sofern man die kleinen Bäbber und Schildchen, an denen die Koordinaten zur nächsten Station stehen, schnell entdeckt. Am Schluss wird man dann - wie kann es auch anders sein - mit einer Mun-Box belohnt.
Wieder eine schöne, beifanglose Runde, die ich euch ohne langes Geplänkel empfehlen möchte.

Hier noch ein paar Bilder:
Blick auf Jux, im Hintergrund Sulzbach
Kornfeld-Romatik auf dem Hochplateau
Wiesenzauber



Mittwoch, 23. April 2014

Gschicht'n aus'm Cachetagebuch - Heute: Wildwahnwitziges aus den Löwensteiner Bergen

Es passiert nicht oft, dass sich eine Reihe von Kuriositäten und Zufällen zu einem Erlebnis der besonderen Art summieren. Doch genau das ist mir letztens passiert.

Ja, heute. Genau heute sollte sie stattfinden, meine kleine Radtour von Sulzbach a. d. M. durch's Fischbachtal vorbei an der Bodenbachschlucht, über Vorderbüchelberg und schließlich hinab nach Spiegelberg und zurück durch's Lautertal nach Sulzbach. Eine handvoll Dosen lagen geschickt auf der Strecke, sodass auch der Cachespaß nicht zu kurz kommen sollte.

Hört sich gut an bis jetzt, oder? Doch was war denn so besonders, dass dieser Ausflug einen Blogeintrag verdient hat?

Angefangen hat alles am Bahnhof in Sulzbach. Durch eine vorschnelle Aktion schaffe ich es, den gesamten Wegpunkte- und GPX-Dateien-Speicher zu leeren (Die WIG-Cartridges hat es nicht erwischt; Hurra...). Ergo gab es keine Punkte mehr, die ich ansteuern konnte. Da Caches aber die Eigen- bzw. Unart haben, an irgendwelchen besonderen oder aussergewöhnlichen Plätzen zu liegen und ich die ein oder andere Stelle noch im Kopf hatte, sollte das zu schaffen sein. Also bin ich einfach mal ohne Koordinaten zum Cachen losgezogen. Eine Verrücktheit schlechthin - könnte man meinen. Bei einer abschließenden Trefferquote von 7/8 allerdings ein voller Erfolg, an dem eine weiterer Zufall nicht ganz unbeteiligt war...

Der offizielle Trampelpfad durch die
Schlucht.

Ich bin inzwischen an der Bodenbachschlucht angekommen, der Location von "Hohler Stein". Eine fast schon typische Klinge im Schwäbisch-Fränkischen Wald. Felsüberhänge, Grottenbildungen, Wasserfälle, ein Trampelpfad und was so alles dazugehört. Das Gelände ist ein ausgewiesenes und klar definiertes Naturschutzgebiet "mit einer seltenen Farn- und Moosflora" (zitiert aus rips-dienste.lubw.baden-wuerttemberg.de), das seinen Schutz verdient und einen Klettercache somit verbietet, wenn er nicht unter Denkmalschutz (Hidden: 2004) stünde. Darüber kann man jetzt streiten. Vielleicht gehört er wirklich archiviert, aber das will ich jetzt nicht gesagt haben.

Hier geht's irgendwo runter.
Ich komme also ohne genaue Koordinaten an diese Location, um einen schwierigen und geländewertigen Cache zu finden. Die Schlucht war groß und überstehende Felsen gab es viele, sodass bei D/T = 4/5 ein Fund unmöglich schien. Weder ein bisschen umschauen ("Aha, das könnte doch das Spoilerbild gewesen sein") noch ein bisschen rumprobieren ("Hier könnte doch...") halfen, der Dose beizukommen. Bis ich, schon wieder auf dem Weg nach oben, von zwei Wanderern gefragt werde, ob ich denn auch Geocaching mache und sich diese als OC-Cacher herausstellten (Ja, der ist auch als OC gelistet), die hier auch in der Gegend unterwegs waren. Schnell hatte ich dann exakte Koordinaten. Nach einem kurzen Plausch und anschließender Mutmaßungen über das Dosenversteck zogen sie es vor, "lieber woanders" nach Dosen zu suchen - Aber ich hatte hier ja noch was vor. Und mit genauen Koordinaten war es eigentlich voll easy, obwohl ich ihn an dieser Stelle nie im Leben vermutet hätte.
Hach, wie sich so ein Spoilerbild in 10 Jahren verändern kann.

So war dieser Ausflug doch noch ein voller Erfolg. Hier war ich nicht zum letzten Mal...





Donnerstag, 20. März 2014

Cachebericht: »Trips Drill Canyon« - Eine kleine Odyssee im Stromberg

Wer hätte das gedacht? Außer dem Schwäbisch-Fränkischen-Wald, zu dem auch irgendein Welzheimer Wald gehört, gibt es noch einen weiteren Baden-Württembergischen Naturpark, der im Grenzraum der Schwäbischen und Fränkischen Mundart liegt: Der Stromberg-Heuchelberg. Und genau dort war ich neulich unterwegs - Und von einem dortigen Cache möchte ich euch nun erzählen.

Der Oldie-Multi Trips Drill Canyon ist eigentlich gar kein klassischer Multi, sondern ein im Stil der Letterbox angelegter "Folge-dem-Text-Rundgang", bei dem das GPS nur kurz zur Finalnavigation benötigt wird. Dafür kommt es hier vielmehr auf Kompass-Geschick, Kombinationsgabe und guten Spürsinn an. Ganz old-school also. Und deshalb genau mein Geschmack!
Die Runde startet an einem Wanderparkplatz zwischen Bönnigheim und Cleebronn. Ab hier kann man das GPS ausmachen und ganz der Beschreibung folgen. Die Wegführung - kaum anders zu erwarten - besteht größenteils aus Naturpfaden, unscheinbaren Nebenwegen und idyllischen Staffeln, vorbei an sonnigen Weinhängen, felsigen Eichenhainen und aussichtsreichen Schafheiden - Immer mit Blick ins Zabertal. Die Cachebeschreibung verlangt oftmals sehr genaues Lesen; umso spannender wird es, da der Owner ein paar Chiffren in den Text eingebaut hat, die das eigentliche Suchobjekt "verschlüsseln" - Vor Ort wird natürlich alles klar.
Wie es die Gewohnheit will, hab auch ich mich erstmal an einer Stelle verfranzt. Merkt euch einfach, dass ein bewohnter Ziegenstall kein Geisterhaus ist.
Wenn man alles gesehen und gefunden hat, wird man punktgenau am Final landen, an dem eine sehr hochwertig gefüllte Mun-Box auf die Finder wartet. Zurück wäre es dann nicht mehr weit.
Laut Cachebeschreibung sind es insgesamt 4 km (Ich hab nicht mitgezählt), die einen schönen Cache-Nachmittag versprechen.
Diese Runde ist für Genusswanderer, die urige Pfade, die ein oder andere Aussicht und ein paar kleine Lost-Place-Zugaben erwarten, nur zu Empfehlen. Vielleicht heißt es ja bald bei euch: Der Stromberg ruft!